Top 5 der teuersten Gewürze der Welt

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Gewürze veredeln unsere Speisen und Getränke. Für einige Spezialitäten muss man sogar sehr tief in die Tasche greifen. Wir haben die Top 5 der teuersten Gewürze zusammengestellt.

Eine würzige Geschichte in aller Kürze

Gewürze sind die geschmacksgebende Zutat in der Küche. Darunter versteht man in der Regel getrocknete bzw. frische Pflanzenteile wie Blätter, Blüten, Rinden, Wurzeln oder Früchte. Sie sind maßgeblich für das Aroma verantwortlich und bieten oftmals gesundheitliche Vorteile. In Europa spielten Gewürze bereits im Mittelalter eine wichtige Rolle. Sie wurden nicht nur zum Würzen verwendet, sondern dienten darüber hinaus ebenso zur Haltbarmachung verschiedener Lebensmittel. Zusätzlich ging mit einigen von ihnen ein gewisses Statussymbol einher. Der Gewürzhandel, speziell mit Asiatischen sowie Italienischen, war daher von wirtschaftlicher Bedeutung. Gewürzt wurde allerdings schon viel früher. Dill war bereits den alten Ägyptern bekannt, Kapern kamen schon vor mehr als 7.800 Jahren zum Einsatz und die Nutzung von Koriander konnte sogar über 23.000 Jahre zurückverfolgt werden.

Die Top 5 der teuersten Gewürze der Welt

Je nach Güte, Herkunft und Verfügbarkeit ergibt sich der Preis für die unterschiedlichen Gewürze. In Europa sind wir es gewohnt, im Supermarkt recht günstig einzukaufen. Natürlich macht die Qualität den entscheidenen Unterschied im Geschmack. Billige Zutaten werden nur wenig überzeugen. Greift man hingegen zu hochwertigen Produkten, reicht meist bereits eine winzige Menge, um am Gaumen eine wahre Geschmacksexplosion zu erzeugen. Kitchen-News hat sich auf die Suche gemacht um die Top 5 der teuersten Gewürze aus aller Welt zusammenzustellen.

Platz 5: Kardamom

In unserer Top 5 der teuersten Gewürze ist der Kardamom das Günstigste. Mit rund 60,00 Euro pro Kilogramm sichert er sich damit den fünften Platz. Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse und stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Thailand sowie dem Irak. Verwendet werden meist die Samen, wobei ebenso die die getrockneten Kapselfrüchte zum Einsatz kommen. Sein Geschmack ist feurig-pikant. Daher eignet er sich hervorragend für herzhafte Gerichte, aber ebenso für Süßspeisen und Getränke.

kardamom

Platz 4: Muskatblüte

Auf dem vierten Platz landet die Muskatblüte, auch Macis genannt. Der durchschnittliche Preis liegt bei rund 100 Euro pro Kilogramm. Hierbei handelt es sich um den Samenmantel der Muskatnuss. Diese wurden von den Arabern bereits im 11. Jahrhundert nach Europa gebracht. In unseren Breiten ist die Verwendung nur mehr wenig bekannt. Eine besondere Rolle spielt die Muskatblüte in der Holländischen Küche sowie in Bayern bei der Herstellung von Weißwürsten. Ihr Aroma ist von leicht scharfer Note geprägt. Sie ist ideal zum Würzen von Gratins, Suppen, Eintöpfen sowie Gebäck.

muskat

Platz 3: Pfeffer

„Bleib wo der Pfeffer wächst!“ Sehr gerne, denn mit einem Preis von bis zu 230 Euro pro Kilogramm (Tasmanischer Pfeffer), gehört er zu den wertvollsten Gewürzen. Verwendet werden die Früchte vom Pfefferstrauch. Für die uns bekannte Schärfe ist das enthaltene Alkaloid Piperin verantwortlich. Der Pfeffer war für viele Jahrhunderte das teuerste Gewürz. Zu beginn wurde er sogar gegen Gold aufgewogen, weshalb sich viele Kriege um die begehrten Anbaugebiete rankten. Ursprünglich in Südwest-Indien beheimatet, fand er zunächst über den Landweg nach Europa, später auf dem Seeweg.  In der heutigen Küche ist er (neben Salz) das am häufigsten verwendete Gewürz. Ideal zu Pfannengerichten, Fleisch, Käse oder Eingekochtem.

pfeffer

Platz 2: Vanille

Sie ist das zweitteuerste Gewürz in unserer Top 5. Pro Schote Vanille bezahlt man je nach Qualität zwischen 3,00 und 5,00 Euro. Aufgrund starker Preisschwankungen am Markt kann sich daraus ein Wert von bis zu 400 Euro pro Kilogramm ergeben. Bereits die Azteken verfeinerten mit Vanille ihre Getränke. Holländische Händler brachten die feine Schote schlussendlich nach Europa. Allerdings gibt es hier enorme Qualitätsunterschiede. Je nach Herkunft, Qualität in der Verarbeitung sowie Anbaubedingungen variiert der Geschmack. Industrielle Produkte wie Vanillezucker, fertige Aromamischungen oder Essenzen haben recht wenig mit dem Original gemein (ausser dem ähnlichen Geschmack). In der Küche ist sie unerlässlich beim Backen sowie bei der Zubereitung unterschiedlichster Süßspeisen.

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Platz 1: Safran

Der Safran ist das Edelste aller Gewürze. Mit einem Preis von 3.000 – 14.000 Euro pro Kilogramm sichert er sich unangefochten den ersten Platz. Die Safranpflanze gehört zur Familie der Schwertliliengewächse. Verkauft und verwendet werden die feinen Blütennarben (Fäden) des Safrankrokus. Ursprünglich aus Kleinasien stammend wird er heute vor allem in Spanien, Frankreich, Italien und Marokko angebaut. Der Grund für den hohen Preis liegt in der aufwendigen Ernte. Safran blüht ein einziges Mal pro Jahr. Jede Blüte trägt nur 3 dieser Fäden, wobei diese ausschließlich per Hand geerntet werden können. Um einen Kilogramm Nettogewicht zu erhalten, benötigt man rund 150.000 Blüten. In der heimischen Küche wird er für Süßspeisen, Reisgerichte sowie als edle Dekoration verwendet.

safran

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