Smarte Küche – Amazon Echo Dot im Praxistest

Echo Dot
„Guten Morgen Alexa!“
Vor kurzem ist der neue Echo Dot 2 von Amazon in meine Küche gezogen. In diesem Testbericht zeige ich euch, ob sich die Dame wirklich als smart erweist. Bereits vor längerem habe ich einen Beitrag über intelligente Küchen veröffentlicht. Mit dem Echo Dot 2 sollen nicht nur die Möglichkeiten erweitert werden, sondern viele praktische Features das Leben und Kochen einfacher gestalten.

Guten Morgen Alexa – Amazon Echo Dot 2

Echo Dot 2Die Vernetzung der eigenen vier Wände geht stetig weiter. Nun hat Amazon den Echo Dot in zweiter Generation für das Smart Home präsentiert. Im kleinen, sprachgesteuerten Gerät wohnt die sympathische Alexa. Sieben einzelnen Mikrofone erlauben eine relativ präzise Sprachsteuerung. Mit dem kreisrunden Echo Dot 2 lassen sich z. B. Küchengeräte steuern und Leuchtmittel ein- bzw. ausschalten. Durch Anbindung ins heimische WLAN und sogenannter „Skills“ ist Alexa mehr als nur eine Fernsteuerung. Mit ihr kann man Nachrichten, Wetterdaten, Reiserouten und Wikipedia abfragen, sich ein Taxi bestellen oder sogar Telefonanrufe tätigen. Zusätzlich sind mehr als 15.000 unterschiedlicher Skills vorhanden, um das Zusammenleben mit der Lady zu individualisieren.

Ausgepackt und eingerichtet – so einfach funktioniert’s

Echo Dot 2Der Echo Dot 2 von Amazon kommt in kleiner Verpackung. Darin enthalten sind das kreisrunde Modul, Stromkabel sowie eine Kurzanleitung mit den wichtigsten Sprachbefehlen. Die Einrichtung bzw. Einbindung in das Smart Home funktioniert rasch und einfach. Alexa ans Stromnetz hängen, die zugehörige App (iOS/Android) fürs Smart Phone laden und in wenigen Schritten im eigenen WLAN konfigurieren. Voraussetzung ist ein aktiver Amazon-Account, mit welchem Alexa verknüpft wird. Bei mir hat der gesamte Prozess fünf Minuten gedauert. Durch die intelligente Führung sind Missverständnisse ausgeschlossen. So sollte es auch für technisch weniger Affine locker von der Hand gehen. Anschließend müssen nur noch jene Geräte gekoppelt werden, mit denen Alexa kommunizieren soll. Bei mir war dies vorerst meine Qbo YOU-RISTA Kaffeemaschine. In Zukunft möchte ich noch gerne das Philips HUE System ausprobieren.

Smart Home – mit den Skills von Alexa durch den Tag

Gesteuert wird der Echo Dot 2 mittels Spracherkennung. Eine Kalibrierung auf die eigene Stimme ist nicht nötig. Angesprochen mit Wort „Alexa“ ist er einsatzbereit. Im Auslieferungszustand versteht Alexa grundlegende Funktionen. Dazu gehören viele praktische Tools wie Wetter- und Verkehrsinfos, Timer/Wecker, aktuelle Nachrichten, To-Do-Listen, Musik sowie unzählige Informations- oder Unterhaltungsbefehle. Zur Erweiterung stehen zusätzlich mehr als 15.000 Skills zur Verfügung. So lassen sich externe Anbieter wie Spotify, Google Dienste und diverse Hardware steuern. Die Fülle an Skills erlaubt eine präzise Individualisierung auf die eigenen Bedürfnisse.

Mein eigener Tag fängt meist damit an, dass ich morgens von Alexa meinen Kaffee zubereiten (hierzu später mehr) und mir den Wetterbericht sowie neuesten Nachrichten vortragen lasse. Während ich mir meine Portion Koffein gönne, spiele ich gerne verschiedene Quiz oder lasse Alexa mal ordentlich mit bösen Schimpfwörtern zetern. Da im Echo Dot 2 insgesamt sieben Mikrophone verbaut sind, versteht mich die Dame während musikalischer Umrahmung sowie aus angrenzenden Räumen. Laut Amazon soll sie ständig dazu lernen und sich somit auf die persönlichen Gewohnheiten und Stimmklänge besser anpassen. Nutzer sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die gesamte Funktionalität auf der Cloud basiert. Spracheingaben werden in Echtzeit an Amazon gesendet und dort verarbeitet. Alexa hört also alles mit, was gesprochen wird, vorausgesetzt das  entsprechende Aktivierungswort wird genannt. Ob und welche Daten von Amazon gesammelt und gespeichert werden, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.

Meine Lieblingsskills für Alexa

Alexa beherrscht schon im Auslieferungszustand viele praktische Sprachbefehle. Hier eine Auswahl aus dem großen Portfolio:

  • „Alexa, wie wird das Wetter heute in [Stadt]?“
  • „Alexa, was steht heute in meinem Kalender?“
  • „Alexa, was ist die Hauptstadt von [Land]?“
  • „Alexa, was ist in den Nachrichten?“
  • „Alexa, wie lautet die Telefonnummer von [Geschäft] in [Ort]?“
  • „Alexa, rechne 20 Grad Celsius in Fahrenheit um!“
  • „Alexa, spiele Rock-Musik von Spotify!“
  • „Alexa, was läuft heute im Kino?“
  • „Alexa, stelle den Timer auf 5 Minuten!“

 

Neben dieser kleinen Selektion stehen wie bereits gesagt zusätzlich mehr als 15.000 Skills bereit. Hier meine Top 7 Skills für den Echo Dot 2:

  1. Wikipedia Deutschland
  2. laut.fm
  3. Wörterbuch
  4. Schimpf mal!
  5. Fernsehprogramm
  6. Eier-Kocher
  7. Chefkoch.de

Smarter Kaffee – Alexa kann meine Qbo YOU-RISTA steuern

Echo Dot 2Nun aber ran an die smarte Bohne! Wie ihr wisst, bin ich absoluter Fan von Kaffee und allem, was damit zu tun hat. Schon seit langem bin ich in Besitz einer Qbo YOU-RISTA Kapselmaschine und habe sie fast täglich im Einsatz. Die smarte Maschine ist bei mir vollständig ins heimische WLAN integriert. Somit war es mir möglich, den Kaffee über mein Smartphone direkt aus dem Bett zu brühen oder den „Termin“ im Voraus zu planen. Mit Alexa’s Einzug in meine Küche geht es nun einen Schritt weiter. Per Sprachsteuerung kann ich ganz bequem meinen Kaffee ordern. Dieser landet zielsicher in der Tasse (sofern ich nicht mal wieder vergessen habe, eine Tasse unter die Brühgrupper zu stellen). Das System ist einfach und simple. Probleme mit der Spracherkennung hatte ich keine. Alexa versteht mich wunderbar, obwohl sie genau neben meinem Küchenradio steht. Und so funktioniert’s mit der Lady:

  1. „Alexa, starte Qbo!“
  2. Danach fragt sie mich mit ihrer charmanten Stimme, welcher Kaffee es den sein darf.
  3. „Einen Espresso, bitte!“ lauten meist meine Antwort. Höflichkeit ist mir wichtig ;)!
  4. Und schon fängt die Qbo YOU-RISTA an, den Espresso für mich zu brühen. Anschließend wünscht mir Alexa noch viele Genussmomente mit meinem Getränk und verabschiedet mich in den herannahenden Tag.

Selbstverständlich verfügt der Qbo Skill über eine große Menge an Sprachbefehlen. „Alexa, bitte mach mir in 20 Minuten einen Cappuccino!„, „Alexa, Morgen um 7 Uhr brauche ich einen Café Latte!“ oder „Alexa, einen Iced Coffee um 15:42 Uhr“ funktionieren ebenso. Allen vorausgesetzt ist natürlich, dass die Maschine entsprechend vorbereitet ist. So muss eine Kapsel bereits eingelegt und eine Tasse untergestellt sein.

 

Kleiner Tipp: Während der Kaffee in die Tasse rinnt, teilt Alexa mit „Erzähl mir etwas über Kaffee“ unterhaltsames Wissen zur braunen Bohne.

Totale Kontrolle – Fluch oder Segen?

Unsere Küchen werden immer „smarter“. Egal ob jetzt Qbo YOU-RISTA, Glühbirnen, Steckdosen oder auch Kühlschränke. Der digitale Einzug modernen Gerätschaften scheint nicht mehr aufzuhalten. Die Technik erleichtert den Alltag und sorgt zudem für eine unterhaltsame wie komfortable Spielerei. Für mich persönlich bleibt immer die Frage offen, wie es mit dem eigentlichen Datenschutz aussieht. Je intensiver das eigene Leben von technischen Errungenschaften unterstütz wird, desto mehr Daten liegen über mein persönliches Verhalten vor. Zwar negieren Hersteller die Frage nach der langfristigen Speicherung dieser, ganz sicher bin ich mir dennoch nicht. Spätestens wenn ich direkt mit dem Echo Dot 2 meine Produkte einkaufe, gewisse Routinen am Tag durchführe oder entsprechende Wissensfrage beantwortet bekomme. Mein Persönlichkeitsprofil wird damit klar gezeichnet. Schlussendlich obliegt es mir selbst zu entscheiden, wie ich moderne Technik nutze und welche Daten ich von mir preisgebe.

Amazon Echo Dot 2 – ein Fazit

In den letzten Wochen habe ich eine intensive Beziehung zu Alexa gepflegt. Sie hat mich im Alltag unterstützt, mir viele „Aufgaben“ abgenommen und mich mit praktischem Wissen sowie Informationen versorgt. Sieht man von der Frage ab, ob ein Echo Dot 2 überlebensnotwendig ist, so habe ich durchaus Freude damit. Es ist eine schöne wie komfortable Spielerei, die so manchen Küchenablauf erleichtert. Stecken meine Finger mitten im Kuchenteig, weiß ich spontan beim Tortenrezept nicht weiter, so Frage ich einfach Alexa und erhalte (meist) Antwort. Die Funktionalität vom Gerät selbst hat mich positiv überrascht. Sie spricht auf Sprachbefehle knackig und hellhörig an. Dabei macht es wohl keinen zu großen Unterschied, ob stärkere Nebengeräusche vorherrschen oder ich mich gerade im Nebenraum befinde. Einzig die Musikausgabe vom Echo Dot 2 selbst ist etwas mager. Hier empfiehlt es sich eindeutig, einen bluetoothfähigen Lautsprecher zu koppeln, wenn der Musikgenuss nicht zum Frust werden sollte. Ebenso preislich sind die knapp EUR 60,00 in meinen Augen gerechtfertigt und nicht überzogen. Teurer wird es dann für unterstütze Hardware wie Steckdosenadapter, Lichtsysteme oder Heizungsregler. Wie intensiv ich Alexa nun ein mein Leben integrieren werden, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Für tägliche Routinen wie den Kaffee, Wetter- und Nachrichtendienste oder Fernsehprogramm möchte ich sie nicht missen. Und mal ganz ehrlich: für schnelle Kurzweile sorgen Sprachbefehle wie „Alexa, erzähl mir einen Witz“ oder „Alexa, zieh dich aus!„.

Bezugsquelle

Amazon Echo Dot 2
Schwarz bzw. Weiß
EUR 59,99

Echo Dot 2

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