Kücheninspiration 27. März 2016

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Ostern ist ein tolles Fest. In unserer Familie wird der Ostersonntag mit Gemeinschaft, kulinarischen Genüssen und viel Leidenschaft zelebriert. So schlängeln sich in meinem Kopf viele Erinnerungen an vergangene Tage. Die Oma in der urigen Küche, bunte Farben der Natur und ausgelassene Stimmung. Ein paar meiner Erinnerungen und Ideen möchte ich mit dieser Kücheninspiration teilen und anregen, sich die Gedanken und Gefühle aus der Kindheit wieder ins Gedächtnis zu rufen. Übrigens, zum Verstecken und Suchen von leckeren Osternestern ist man niemals zu alt!

Als Oma noch den Oster-Kren rieb…

DSCN1760Als kleines Kind konnte ich den scharfen Geruch nicht ertragen. Der Kren (oder auch Meerrettich genannt) ist die traditionelle Beilage zu jeder Osterjause und bringt den stärksten Mann zum Weinen, wenn er frisch gerieben ist. Während mein Opa, ein ausgebildeter Fleischhauer, mit Sack und Pack zur Fleischweihe pilgerte, begann die Oma in der Küche damit, die Krenreibe zu schärfen. Schließlich sollte alles bereit sein, wenn Großvater zurück kam. Wenn er zurück kam. Da er auf dem Heimweg beim Kirchenwirt vorbeikam, konnte dies auch schon mal länger dauern. Und dann war es schließlich soweit. Zuerst durfte ich voller Freude nach bunten Eiern im Garten Ausschau halten, die der Osterhase vorsorglich versteckt hatte. In der Zwischenzeit begann Oma damit, den Kren mit gekonnten Handbewegungen zu reiben. Wie viele Tränen sie dabei im Laufe Ihres Lebens vergoss lässt sich nur erahnen. Damit von der würzigen Schärfe kein Dämpfchen verloren ging, wanderte der Kren sofort in eine Tupperdose. Diese hätte man am besten mit einem großen Totenkopf versehen, den der Inhalt war mehr als nur gefährlich. Die Dose wurde schlussendlich im Beisein der Familie geöffnet. Die Hände dabei weit von sich gestreckt mit der Öffnung in die augenabgewandte Seite gerichtet. Denn die Dämpfe erfüllten den gesamten Wintergarten mit Ostertränen. Heute gehört der Kren eindeutig zu meinen Lieblingsspeisen zu Ostern. Nicht erinnert mich mehr an meine Kindheit als die fein geriebenen Wurzeln dieses Gemüses. Und wenn ich daran zurückdenke, so habe ich immer das Bild meiner Oma in der Küche im Kopf, die mit Traditionsbewusstsein und Hingabe aus jeder Faser der scharfen Knolle das Beste herausarbeitete.

Die alte Krenreibe von Oma gibts wohl nicht mehr im Geschäft zu kaufen. Ich selbst habe mir heuer eine Microplane Classic gegönnt. Super scharf, langlebig und ideal, um die scharfe Wurzel zu feinen Streifen zu reiben.

Kaffee mit Schuss

Ich liebe Espresso. Überhaupt ist Kaffee für mich ein Thema, über das ich stundenlang philosophieren kann. Manchmal darf es, vor allem zu speziellen Anlässen wie Ostern, eine kreative Variation sein. Wenn ich dann bei mir Zuhause Gäste empfange, beeindrucke ich am Liebsten mit einer außergewöhnlichen Kaffeekreation. Auch für dieses Jahr habe ich wieder getüffelt, verkostet und so manch lustige Flasche vernichtet. Ääähhhhh…..ok, manchmal funktionieren die Rezepte gewollt nicht. Damit der Osterhase zufrieden ist und sich ne Pause gönnen kann, habe ich heuer einen Kaffee-Infused-Vodka-Martini kreiert. Das Rezept ist in mühevoller Kleinarbeit entstanden und schmeckt einfach nur fantastisch. Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen.

Kaffee-Infused-Vodka-Martini

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Mit dem Kaffee-Infused-Vodka-Martina die Gäste begeistern. Schnell zubereitet und ein neues Genusserlebnis des Kaffees.

Küchentisch-Poesie

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Küchenmusik

Cover-Songs sind nicht immer gut. Die Neuinterpretation von „The Sound of Silence“ von Disturbed ist aber mehr als nur eine Hommage an das Original. Versetzt mit unendlich viel an Gefühl, Passion und Herz ist es ein Song für den Sonntag, der einem Tränen in die Augen steigen lässt.

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