Kücheninspiration 13. März 2016

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Sie ist ein besonderer Ort. Feiert man eine Party oder trifft man sich zum gemütlichen Kaffee, so spielt sich das Geschehen sehr oft in der Küche ab. Irgendwie ist es dort immer am gemütlichsten, auch wenn im Wohnzimmer eine große Couch das eigene Dasein fristet. In meiner eigene Küche verbringe ich viel Zeit. Nicht nur zum Kochen und Essen sondern auch um Magazine zu lesen, zu Schreiben und zu Malen. Dort kommen mir immer die besten Gedanken und ich kann mich vollständige auf das konzentrieren, was gerade vor mir liegt. Oder einfach nur Unmenge an Schokolade in mich hineinstopfen. Weil es mir gut tut. So war auch die vergangene Woche wieder besonders ereignisreich. Einige Gedanken, Dinge und Zeilen möchte ich deshalb wieder mit meiner Kücheninspiration teilen.

Kochen mit Schürze

Kochschürzen, auch Vorbinder genannt, haben ihren Ursprung im 15. Jahrhundert. Schon damals wurde sie mit Stolz als dekoratives Element getragen. Im Mittelalter gehörten Schürzen sogar zur Alltagsbekleidung. Neben dem ästhetischen Aspekt hat die Kochschürze ebenso einen funktionellen Charakter. So soll sie am Herd vor hässlichen Flecken auf der Kleidung schützen. In unserer heutigen Zeit ist sie leider schon (fast) aus den Gedanken der Menschen verschwunden. Ich selbst habe eine in der Speisekammer hängen und verwende sie viel zu selten. Meisten dann, wenn Gäste zu Besuch sind. Denn zu diesen Gelegenheiten, kann es im Eifer des Gefechtes schon mal passieren, dass Töpfe überkochen, Tomatensauce sich auf meiner Brust verteilt oder einfach die Flasche Rotwein aus den Händen gleitet. Jaja, Eifer des Gefechts…..vielleicht sollte ich beim nächsten Mal einfach etwas Zurückhaltender beim Aperitif sein. Dann kocht auch nichts über. Dennoch muss ich gestehen, dass ich meine eigene Kochschürze eigentlich sehr gerne trage. Ich habe sie einst von meiner lieben Mama als Geschenk mit einer personalisierten Stickerei bekommen. Während des Aufräumens geriet sie diese Woche in mein Blickfeld. Warum habe ich nur vergessen, wie entspannt es sich damit eigentlich kochen lässt? Grund genug, um mich, natürlich mit angelegter Kochschürze, ins Internet zu gesellen und nach aktuellen Trends dieses Accessoires Ausschau zu halten. Fündig geworden bin ich schlussendlich. Ein kleiner, aber feiner Laden im Herzen von Graz verkauft tatsächlich noch eine Auswahl modischer und zeitgemäßer Modelle. Wenn auch ihr Lust bekommen hab, euch in feierlicher Schale am Herd zu betätigen, dann schaut euch doch mal die Greengate Kochschürze bei Tausendschön an. Mir gefällt sie sehr gut.

Diese stylische Kochschürze von Greengate gibts bei Tausendschön in Graz. Ein Must-Have für passionierte Köchinnen.

Craft Bier in der eigenen Küche brauen

Das Craft Bier erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es wird in kleinen, oftmals privaten, Brauereien hergestellt und ist gekennzeichnet durch charakteristische Geschmacksnuancen, ansprechend designten Flaschen sowie mit einem gewissen Lifestyle-Feeling verbunden. Bierliebhaber werden die unterschiedlichen Aromen besonders zu schätzen wissen. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich selbst mal aus Braumeister/in betätigen möchte? Während meiner Zeit als Student hatten einige Mitstudierende auch gerne mal in der Badewanne versucht, das eigene Bier zu brauen. Ehrlich gesagt: mit mäßigem Erfolg. Hauptsache der Fun-Faktor war gegeben. Meistens wurde es dann doch irgendwie ein illustrer Abend in netter Gesellschaft. Ohne das Badewannenbier. Unzählige Fehlversuche musste leider durch Ziehen des Stoppel in die ungeahnten Tiefen der Rohrleitungen abtauchen. Damals hätten wir den Picobrew sehr gut gebrauchen können. Mit seinen Abmessungen von ca. 40x30x36cm wäre auch in einer kleinen Ecke unseres Studentenheimes Platz gewesen. Wobei die Frage offen bleibt, wo die ganzen Säcke mit Hopfen und Malz gelagert hätten werden sollen. Ganz im Sinne von Upcyling vielleicht den Kopfpolster damit ersetzen? Aber egal. Mittlerweile besitze ich weder eine Badewanne noch die Lust, mein Haupt auf Getreide zu betten. Und der Preis? Auf der Website des Herstellers wird der Picobrew mit rund $ 700,00 angepriesen. Das sind umgerechnet EUR 640,00. Also überschlagen wir die Sache erst einmal.

Investition für das Gerät selbst EUR 640,00
Einkauf der Rohstoffe für sagen wir EUR 50,00
Stromverbrauch und Wasser EUR 10,00
Wartezeit, bis das Bier fertig ist: unbezahlbar

Wir kommen also auf eine Gesamtsumme von EUR 700,00. Damit würde man schon 200-250 hervorragende Flaschen Craft-Bier im Store bekommen. Dosenbier gibts bereits ab 50 Cent, was dem studentischen Budget sehr zu gute kommt. Das macht 1400 Dosen Bier oder 700 Liter. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 Litern Bier pro Woche, kämen wir also 35 Wochen aus. Da natürlich auch Ferien sind, reicht der Vorrat für ein Jahr. Logischerweise würde sich der Picobrew also schon in der Mindeststudienzeit rechnen. Spaß macht er sicher auch. Und ebenso die Badewanne wäre endlich nutzbar.

Mit dem Craf-Bier System lässt sich das hopfenhaltigte Lieblingsgetränk ganz einfach in der eigenen Küche brauen. Eine gute Idee, wie ich finde.

Mitten ins Gesicht

polaroid-untersetzer-radbagGut, ich bin mir gerade nicht so ganz sicher, ob die Überschrift von diesem Absatz wirklich gut gewählt ist. Allerdings fällt mir hier gerade nichts ein, was treffender für die Polaroid-Untersetzter wäre. Wer träumt denn schließlich nicht davon, sein Glas auf dem Gesicht der Großtante abzustellen?! Ok, jetzt mal ernsthaft. Ich habe diese Woche meine Küche wieder mal etwas umgestaltet und dem Küchentisch neue Deko geschenkt. Gerade bei neuen Tischtüchern fällt es mir anfangs immer schwer, etwas drauf zu stellen. Schließlich gibt es kaum schlimmeres, als kreisrunde Flecken auf einem weißen Tischtuch. Na gut, ein bisschen pedantisch ist es schon, aber ich habe eben Freude an neuen Dingen. Darum zog ich nochmals los, um mir schöne Untersetzer zu besorgen. Aber irgendwie ließen sich nur ekelhafte, und für EUR 3,00 das Stück höchst überteuerte, Filzuntersetzter finden, die irgendwie farblich mit meiner Küche harmoniert hätten. Zwar bin ich ein großer Freund davon, bei lokalen Geschäften einzukaufen, da die Auswahl jedoch mehr als bescheiden war, setzte ich meine Recherche im Internet fort. Als begeisterter Hobbyfotograf verbinde ich zudem gleich alles mal mit dem Thema der Photographie. So war ich von den Polaroid-Glasuntersetzern bei Radbag besonders angetan. Sie bestehen aus bruchsicherem Glas und es können nach Lust wie Laune 8,2 x 8,2 cm große Fotos eingeschoben werden. Und wenn nicht die Großtante auf dem Bild zu sehen ist, dann machen die Dinger echt was her.

Küchenglück

Diese Woche war besonders der Wechsel zur schönen Jahreszeit spürbar. Montag noch heftige Windböen, Dienstag dann leichter Schneefall und feuchte Kälte. Donnerstag stand dann sogar die erste Ausfahrt mit dem Rennrad am Programm. Grund genug, um mir ein paar schöne Dinge zu notieren, die mich diese Woche besonders inspiriert und an das leichte Leben erinnert haben. Den Überfall auf den schweren Käsekuchen um Mitternacht im eigenen Kühlschrank lasse ich allerdings aussen vor, da er alles andere als „LEICHT“ war. Trotzdem finde ich ihn erwähnenswert, da er maßgeblich zu meinem seelischen Wohlbefinden beigetragen hat.

Hören

Und plötzlich war es wieder soweit. Ein Song ertönt aus dem Radio und spontan tanzt man durch die eigene Küche. Ich höre sehr gerne Musik von Künstlern fernab des Mainstreams und freue mich jedes mal, wenn ich in den Weiten der Songtexte tiefsinnige Gedanken finde.

Riechen

laugenbrezeBei mir ist die olfaktorische Wahrnehmung besonders gut ausgeprägt. Gerüche schaffen es immer wieder, mich aus meiner eigenen Gedankenwelt herauszureissen. Sie animieren mich zum innehalten und erinnern manchmal sogar an vergangene Kindheitsträume. Vor ein paar Tage war ich auf dem weg in die City und kam, wie so oft zuvor, an einer Bäckerei vorbei. Es war ein grauer Morgen, der Blick deshalb eher gen Boden gerichtet. Und auf einmal war er da. Unerwartet. Der Geruch von frisch gebackenem Brot, Nusskronen und süßem Backwerk. Gibt es denn etwas schöneres, als auf der Straße von zauberhaften Duftnoten überrascht zu werden? So geht es mir dann auch manchmal zuhause, schließlich backe ich mein Brot immer selbst. Und wenn ich dann nach der Arbeit mein Küche betrete, hat sich der frische Geruch in alle kleine Ecken verteilt. Ein wahrer Genuss für die eigene Nase.

Fühlen

coffee-and-cake-smallDer Frühling steht schon spürbar vor der Tür. Diese Woche wärmten erste Sonnenstrahlen. Endlich wieder die Zeit, Badehose und Muskelshirt aus den Tiefen des Kleiderschrankes zu befreien.  Da es auf meinem Balkon absolut Windstill ist, habe ich dort bereits im Frühjahr angenehme Temperaturen. Sofern nicht die Regentropfen von oben herab peitschen. Sonnenschein vorausgesetzt. Diese Woche war es genau richtig. Die Sonnenstrahlen brachten eine angenehme Wärme mit sich und fühlten sich auf der Haut fantastisch an. Dazu eine leckere Tasse Kaffee sowie ein Stück Kuchen und der Nachmittag war perfekt.

Joseph Beuys

Lesen

Gedichte sind immer eine Inspiration. Diese Woche bin ich auf diese Zeilen des deutschen Aktionskünstlers Joseph Beuys gestoßen. Es erinnert an die Leichtigkeit den Seins, motiviert, die eigene Lebenslust zu spüren und der Stimme des inneren Kindes wieder mehr Platz einzuräumen.

Schmecken

MITTERNACHT; KÄSEKUCHEN; UNWIDERSTEHLICH. Sonst gibt es nichts mehr zu sagen. Das Rezept gibts bei Vegan und Lecker.

Bildnachweis: Heldin von vegan-und-lecker.de

Bildnachweis: Heldin von vegan-und-lecker.de

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