Kücheninspiration 29. Mai 2016

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Der Sommer ist eine wunderbare Jahreszeit. Kurze Hosen und Röcke, Sonnenbrille, viel Vogelgezwitscher am frühen Morgen und laue Abende auf dem heimischen Küchenbalkon. Die vergangene Woche war gefüllt von angenehmen Temperaturen, einigen Gewittern und kulinarischen Genussmomenten. Den heutigen Sonntagmorgen habe ich entspannt dazu genutzt, im Sonnenaufgang diese Kücheninspiration zu verfassen.

Grafisches Genussdesign von Paul Fuentes

©Paul Fuentes

©Paul Fuentes

Grafikdesigner Paul Fuentes, in unseren Breiten noch etwas unbekannt, genießt in der internationalen Kunstszene bereits einen außergewöhnlichen Ruf. Er verwandelt auf stilvolle Art und Weise unterschiedliche Objekte des täglichen Gebrauchs in fantastische Arbeiten. Auf seiner Homepage finden sich unzählige Arbeiten, die inspirieren und den Blick hinter das Objekt richten. Betrachten, wirken lassen und in den eigenen Gedanken versinken.

Purer Stress oder noch Genuss? Unser Ernährungswahnsinn!

diaetKürzlich bin ich auf dieses Video gestoßen. Ernährungsstress in der heutigen Zeit. Und gar nicht mal realitätsfern. Noch nie zuvor hat unsere Gesellschaft die Themen Essen und Genuss so stark in den Mittelpunkt gestellt. Für alle Vorlieben, (Schein-)Allergien, Trends sowie Verrücktheiten bieten sich aktuell unzählige Varianten, wie man sich ernähren kann oder auch soll. Alleine die Abteilung ums Kochen und Backen in der Buchhandlung nimmt Ausmaße an, die mit der Sammlung einer Universitätsbücherei vergleichbar sind.  Paleo, Low-Carb, Clean-Eating, Food Pairing, Bio, Hybrid, Vegan,….um nur einige zu nennen. Wer soll sich denn da noch wirklich auskennen. Zudem diskutiert die Presse gemeinsam mit Experten (zumindest werden diese Personen als solche tituliert) die unterschiedlichen Ernährungsstile, befragt Lobbyisten aus der Industrie und sorgt, zumindest in meinen Augen, bei vielen Menschen für Verunsicherung. Egal für welche Variante man sich entscheidet, jung, vital und energievoll sollte schlussendlich unser Körper nach Außen hin sein. Besonders spannend, wenn man Kinder hat und sich Bekannte/Freunde mit anklagendem Zeigefinger in die ernährungsrelevante Erziehung einmischen. Was nun gänzlich auf der Strecke bleibt, ist der Genuss selbst und dessen Leichtigkeit. Inmitten der Dogmas und Doktrine der „richtigen“ Ernährung scheint es immer schwieriger zu werden, entspannt zu genießen und das Essen als bereichernden Teil vom Tag zu sehen. Dabei bleibt nicht nur eine gewisse Spontanität auf der Strecke, sondern versetzt viele Menschen in einen wahren Stress.

Drum hier meine anregende Idee für diesen Sonntag: Versuchen wir in der kommenden Woche auf alle „Kasteiungen“ zu verzichten und beginnen, auf den eigenen Körper zu hören. Das heißt jetzt nicht, dass ich Unmengen an ungesundem Essen aus miserabler Erzeugung in mich hineinstopfen soll, sondern einfach einmal die Ernährungsreligionen in den bewussten Konsum überführe. Was tut mir gut, warum esse ich das gewählte Gericht, woher kommt es,…? Erkennen sowie respektieren der eigenen Bedürfnisse, dem verbundenen Leid anderer Lebewesen und Menschen, eine Abnabelung von Rechtfertigungen gegenüber der Gesellschaft und eine positive Einstellung zur natürlichsten und genussvollsten Sache der Welt. Das ist doch mal eine Idee für die nächsten 7 Tage.

Buchtipp: Vegane Hausmannskost

Es gibt viel zu viele Kochbücher auf dem Markt. Da fällt die Auswahl oft nur sehr schwer. Ich selbst nutze diese noch höchstens als Quelle der Inspiration und zum Entdecken neuer Ideen. Wenn aber mal ein vielversprechender Titel im Laden steht, dann muss ich ihn auch haben. Dabei leg ich besonders Wert darauf, dass die Gerichte für den Alltag geeignet sind, die Zutatenliste überschaubar sowie realistisch ist und mir Bilder, Design samt Aufmachung Lust machen, mich sofort an den Herd zu stellen. Diese Woche ist mir aber ein besonders tolles Kochbuch in die Finger geraten. Vegane Hausmannskost von Daniela Friedl hat mich sofort gefangen. Es ist ein tolles Sammelsurium aus vielen Gerichten, die ich noch aus meiner Kindheit kenne und liebe. Schon beim Durchblättern stiegt mir im Geiste der Geruch aus Oma’s uriger Küche in die Nase. Marillenknödel, Käsespätzle mit reichlich gerösteten Zwiebeln, Bohnensterz, Erdäpfelgulasch und Palatschinken veranstalteten ein buntes Fest in meiner Vorstellung. Das und so vieles Mehr hab ich in diesem Buch gefunden. Das tolle daran ist nicht nur die einfache Zubereitung alles Speisen, sondern auch die Überschaubarkeit der Zutaten. Das Meiste findet man in nahezu jedem Haushalt und es ist genau das was ich mir wünsche. Mit einfachen Lebensmittel geniales Essen kochen.

 Zum Genießen erfunden

Traditionell Österreichische Küche ohne tierische Zutaten. Guter Geschmack kann so einfach sein. Speziell für euch hab ich ein Rezept aus dem Buch nachgekocht. Probiert es selbst einmal aus.

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Küchenmusik

Wenn die Sonne schon beim Aufwachen durch das Fenster scheint, kann es nur ein guter und entspannter Sonntag werden. Also alle Fenster in der Wohnung aufgerissen, frische Luft rein lassen und die Nachbarn mit Guter-Laune-Musik zwangsbeschallen.

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