Kücheninspiration 01. Mai 2016

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Heute haben wir den 1. Mai. Spürbar steht der Sommer vor der Tür und die eigene Stimmung befindet sich auf unfassbarem Hoch. Eine perfekte Gelegenheit, die positive Energie mit den Mitmenschen zu teilen. In unserer heutigen Kücheninspiration findet ihr einige Anstöße und Gedanken, wie man das persönliche Glück durch Teilen um ein Vielfaches vermehren kann. Ein gutes Gefühl gibts obendrein dazu.

Caffè Sospeso

old-ladyDie Idee des Caffè Sospeso stammt aus Neapel. Wörtlich bedeutet es soviel wie „aufgeschobener Kaffee“. Diese Tradition hat sich dort im 20. Jahrhundert etabliert und beruht auf dem Gedanken, anderen Menschen etwas Gutes zu tun. So genießt man in der eigenen Lieblingsbar den Kaffee und bezahlt am Ende freiwillig einen Zweiten. Allerdings nicht zum Selbst-Trinken, sondern für jemanden, der ihn sich nicht leisten kann. Dieser Kaffee wird vom Barista notiert und wartet darauf, konsumiert zu werden. Ich finde, dass dies eine besonders schöne Geste ist, um den Mitmenschen auf unkomplizierte Weise eine Freude zu machen. In Neapel wird der Caffè Sospeso bereits in vielen Lokalen angeboten. Bei uns in Österreich ist dieser Trend leider noch sehr gering verbreitet, obwohl es im Grunde keines großen Aufwands bedarf. In Graz praktiziert zum Beispiel das Megaphon Café diesen Gedanken, des freundschaftlichen Teilen. Es wäre besonders schön, wenn sich auch andere Lokale dazu entschließen, diese „Kaffeespezialität“ auf der eigenen Karte zu führen.

Die Freude mit den kleinen Dingen

Erst kürzlich habe ich mich wieder daran erinnert, wie groß die Freude an scheinbar kleinen Dingen sein kann. Es muss nicht immer ein Kochmesser, Kochtopf oder sündhaft teuerer Wein sein. Vielmehr sind es die subtilen Aufmerksamkeiten, die uns andere Menschen entgegenbringen. Dies kann ein Lächeln, ein Gedicht, ein gehäkelter Eierwärmer oder – wie in meinem Fall – eine kleine Holzkiste. Diese habe ich vor 3 Jahren von einer sehr guten Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen. Damals hat sie in liebevoller Handarbeit das Kistchen aus kleinen Holzstücken zusammengeleimt, mittels Serviettentechnik verziert und mir mit herzlichen Worten als besonderes Präsent überreicht. Ich glaube, damals hat sie nicht geahnt, dass ich mich noch immer so darüber freue. Das Holzkistchen hat einen fixen Platz bei mir Zuhause gefunden und erinnert mich jeden Tag an eine tolle Freundschaft. Ich finde, dass wir viel zu selten die Gelegenheit nützen, um anderen Menschen eine wirkliche Freude zu bereiten. Wie gesagt bedarf es keiner großen Sachen. Eine nette Geste kann so viel mehr an Wert besitzen, als materielle Güter es jemals vermögen.

Kücheninspiration wo bis du?

Als sich das Team von Kitchen-News zusammengefunden hatte, habe ich mir fest vorgenommen, ein Mal pro Woche meine Kücheninspiration zu verfassen. Im Grunde möchte ich damit gerne meine eigenen Idee, Gedanken und Inspirationen aus dem Leben teilen und auch in konkrete Worte fassen. Quasi ein auferlegter „Pflichtartikel“. Natürlich, es ist meine freiwillige Entscheidung, ob ich ihn schreibe oder auch nicht. Dennoch motiviert mich die Deadline immer wieder, mich zum Schreiben hinzusetzen, die Gedanken schweifen zu lassen und in (mehr oder weniger) schöner Textform auf den Bildschirm zu bringen. Der heutige Artikel hat mich allerdings etwas auf und ab laufen lassen. Anfänglich wusste ich nicht so recht, welche Themen ich veröffentlichen soll. Beim freien Schreiben hat man doch den Vorteil, dass die Muse kommen kann, wann immer sie auch möchte. Mit einer fixen Kolumne ist es dann doch etwas anderes. So zerbröselte beinahe mein Gehirn, als es mich wie aus allen Wolken getroffen hat. MUSS ich denn schreiben? Und genau das ist die Antwort auf meine Frage. Manchmal ist die beste Inspiration, sich einfach mit einem guten Glas Wein, einer Tafel Schokolade und unrasierten Beinen auf zu Couch zu setzen, um den Tag in seiner vollen Blüte zu genießen. Wie oft praktiziert man im Leben eine zwanghafte Pflichterfüllung, wenngleich Gefühl, Körper und Seele nach Entspannung sowie Kontemplation schreien. Ich glaube, dass heutzutage zu viele Menschen vermeintlichen Verpflichtungen nacheifern, ohne auf die innere Stimme zu hören. Es braucht einfach eine gewisse Portion an Mut, sich hinzusetzen, um die tatsächliche Leistung des Müßigganges zu erkennen. Und ganz ehrlich: manchmal ist es verdammt anstrengend, sich im genannten Müßiggang zu üben.

Küchenmusik

Hoch die Hände, Wochenende. Oder besser gesagt die Beine. Nach einem fantastischen Frühstück mit fluffigen Waffeln aus selbst gemachter Nussmilch, dazu ein leckeres Nutella aus eigener Produktion und einer Kanne voll frischem Kaffee gehts auf die Couch um tollen Klängen aus Stereo-Anlage zu lauschen.

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