Kücheninspiration 26. Juni 2016

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Endlich Sommer. Endlich warme Zeiten. Endlich endlich. Damit die Temperaturen nicht zu sehr in die Köpfe steigen, gibts heute Tipps zum perfekten Sun-Downer, Getränkeempfehlungen sowie ein paar Gedanken zu meiner Online-Fastenkur. Die Kücheninspiration bringt euch auch zur heißen Jahreszeit kühlende Anstöße für diskutable Tischgespräche.

Sundowner in the City

sundown-flowerInternational ist er als Sundowner bekannt. Klingt auch um einiges sympathischer als Sonnensenker. Besondern zur warmen Jahreszeit ist er ein schönes Ritual, um sich nach vollendeter Arbeit mit ein paar lieben Menschen an einem kleinen Tisch zusammenzufinden, ein gemeinsames Gläschen zu kippen und auf einen erfolgreichen Tag anzustoßen. Speziell am Meer kann ich mir nichts schöneres Vorstellen. Auf vielen meiner Reisen hatte ich oft die Gelegenheit, die Sonnen beim Versinken am Horizont zu beobachten. Allerdings ist mein Lebensmittelpunkt zur Zeit in einer Stadt. Beton anstatt Sand, Wasserbrunnen anstelle von Meerwasser sowie Autogedöns statt Möwengelächter. Trotzdem möchte ich nicht auf meinen geliebten Sundowner verzichten. Hier ein paar kleine Anregungen, wie auch im Trubel der Großstadt entspanntes Flair in den Kopf einziehen kann:

  • Eine grüne Oase am Stadtrand oder Café mit ruhigem Hinterhof aufsuchen.
  • Gemeinsam mit Freunden über die Erlebnisse aus dem eigenen Leben philosophieren.
  • Ein besonderes Getränk, das eigens für den Sundowner reserviert ist, genießen. Da darfs auch etwas Feineres sein.
  • Dazu ein Buch zur Inspiration lesen.
  • Zusätzlich eine kleine Schale mit Oliven ordern. Das verleiht dem Sundowner maritimen Flair.
  • Einfach Einen über den Durst trinken und sich darüber freuen, dass man nun doch am Meer ist. Aber Achtung: Den Heimweg auf Schusters Rappen antreten.
  • Genug von der Big City? Rucksack packen und tatsächlich ans Meer fahren.

Digitaler Entzug – die erste Woche

intelligente-kuechen-beitragIn meiner letzten Kücheninspiration hatte ich ja bereits über mein beginnendes Experiment berichtet. Einen Monat lang das Smartphone gegen mein altes Tastenhandy eintauschen. Was soll ich sagen. Die erste Woche ist vorbei und es waren spannende Erkenntnisse. Was anfänglich als etwas unbequem begann, ist nun fast schon zur Normalität geworden. Hier ein paar Punkte, die ich an mir selbst bzw. meiner Umwelt beobachten konnte:

  • In den ersten Tagen hatte ich das Gefühl, als würde mir etwas „wichtiges“ fehlen. Irgendwie kam ich nicht davon los, mich innerlich nackt zu fühlen bzw. keine Kontrolle mehr zu haben. Kontrolle vor was? Gute Frage!
  • Anfangs war es ungewohnt, nicht permanent Zugriff auf E-Mails, Social Media und die restliche, digitale Welt zu haben. Dies sollte sich jedoch bald als unnötige Einbildung herausstellen.
  • Ich bin um einiges entspannter. Immer online bedeutet auch, ständig erreichbar zu sein bzw. das Gefühl zu haben, am neuesten Stand sein zu MÜSSEN. Im Grunde versäumte ich kein bisschen. Private Mail wurden entspannt am Balkon geschrieben, Kontakt zu den wirklich wichtigen Menschen per Anruf gehalten und Notizen auf ein Blatt Papier geschrieben.
  • Manche Leute aus meinem Umfeld waren äußerst „schockiert“, als sie mein altes Telefon sahen. Ungläubig, dass es jemanden gibt, der kein Smartphone besitzt.
  • Ich habe einige interessante Menschen kennengelernt. Im Café, auf der Straße oder in der U-Bahn. Die eigenen Augen sind nicht mehr stupide dem Display verhaftet, sondern suchen Augenkontakt zur der Welt. So entstehen auf wundersame Weise spontane Gespräche.
  • Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie viele Leute auf der Straße mit geknicktem Haupt durch die Gassen laufen. Ohne Smartphone nehme ich meine Umwelt deutlicher wahr, sehe unzählige Details neben mir und habe ganz nebenbei mein eigenes Tempo ungeplant gedrosselt.

Ich bin schon sehr gespannt, was sich in den nächsten Wochen noch so alles tun wird. Wenn ihr nun auch Lust bekommen habt, mir im Experiment nachzueifern: Just do it! Nicht zu lange überlegen, sondern einfach das Handy mal Zuhause lassen oder auch gegen Tastentelefon eintauschen.

Trinkbarer Hochgenuss

Sundowner, Balkongenuss oder einfach nur, weil es gut tut. Nicht immer müssen es gesunde Smoothies oder Kaffee sein. Manchmal darf man sich selbst etwas Gutes tun und zu einem alkoholhaltigen Getränk greifen. Ich selbst fahre ja unglaublich auf den klassischen Corretto ab, also den Espresso mit Grappa. Jedoch nehme ich mir manchmal die Freiheit, einen edlen Tropfen in entspannter Atmosphäre zu genießen. Aber immer daran denken: Alkohol ist ein Genussmittel, mit dem man sorgsam umgehen sollte. Drei meiner Favoriten habe ich hier für euch gesammelt.

Nonino Grappa
In Barriques* Lo Chardonnay

Nichts geht über Grappa. Wenn er dann noch aus der italienischen Manufaktur Nonino stammt, dann schwebe ich im siebten Himmel. Der Lo Chardonnay lagert bis zu 10 Monate in soliden Barriques und zeigt sich im Geschmack von sanfter Milde. Im Glas duftet er nach frischem Brot mit etwas Vanille und am Gaumen meint er nach Schokolade sowie Mandeln zu schmecken.

Ron Zacapa
XO Solera Gran Reserva

Rum von Zacapa steht schon seit jeher für höchste Qualität. Wenn ich von Rum spreche, dann meine ich nicht den billigen, meist scharf kratzenden Fussel aus dem Supermarkt. Der XO Solera Gran Reserva ist eine exzellente Wahl für alle Liebhaber feiner Destillate. Der Geschmack zeigt Nuance von Tabak sowie leichtem Karamell. Auf der Zunge ist er besonders weich und verströmt zugleich eine gewisse „Cremigkeit“. Besonders schön für mich ist sein Abgang. Als Schokoholic freue ich mich jedes mal über die schokoladige Note, gemischt mit einer speziellen Würze.

Weinhof Scharl
Muskateller 2015

Die Steiermark wäre wohl nur halb so schön, hätte sie nicht die schier unendliche Auswahl an Weinen. Gerade zur warmen Jahreszeit genieße ich gerne einen Muskateller vom Weinhof Scharl aus St. Anna am Aigen. Gut gekühlt und auf der Terrasse genossen überzeugt er durch feine Muskatnote, gemischt mit einem leichten Rosenbouquet sowie Hollunder.

Küchenmusik

Ich persönlich liebe die Sommerzeit. Laue Temperaturen früh Morgens, sanfte Brise am Abend und herrliche Temperaturen den ganzen Tag über. Allerdings nicht jedermanns Sache, wenn das Thermometer die 30er Marke knackt. Mich erinnern die warmen Monate häufig an unzählige Reisen. Mit dabei im Gepäck immer lockere Musik für Küche, Strand und Beach-House.

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