Kücheninspiration 24. April 2016

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Sobald die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, beginnen auch die eigenen Synapsen richtig zu tanzen. Zeit also, um tiefsinnige Gespräche mit den Menschen auf der Straße zu führen, ungelösten Mysterien dieser Erde auf den Grund zu gehen und mal so ordentlich das Tanzbein in der eigenen Küche schwingen. Headbanging Olé. Und da ja „rein zufällig“ der schönste Tag der Woche ist, passt unsere Kücheninspiration perfekt dazu.

Das Mysterium der ersten Palatschinke

pancakeWahrlich, es ist ein ungeklärtes Phänomen. Ich bin mir sicher, dass es vielen so geht. Wer kennt nicht das ungelöste Geheimnis der ersten Palatschinke? Mit viel Hingabe rührt man den Teig an, erhitzt die Herdplatte und gibt mit freudiger Erwartung den ersten Schöpfer hinein. Und dann schon wieder. Die erste Palatschinke will einfach nicht so recht gelingen. Irgendwie ist sie leicht zäh, brennt halbseitig an oder klebt fest. Warum nur? Seit vielen Jahren befasse ich mich intensiv mit der Thematik. Ich habe unzählige Fachexperten konsultiert, meine Oma interviewt, Mama gefragt und sogar bei diversen Pfannenhersteller nachgefragt. Scheinbar haben viele einfach keine passende Antwort darauf. Dabei mag es egal sein, ob man Öl, Butter oder Schmalz hinzugibt, beschichtete Pfannen verwendet oder in weiser Voraussicht ein kurzes Gebet vorausschickt. Die erste Palatschinke will und will nicht gelingen. Sogar eine eigene Crêpe-Pfanne befindet sich im Fundus. Trotzdem Fehlanzeige. Diese Woche stand ich früh Morgens abermals am Herd um für mein Frühstück ein paar leckere Pancakes vorzubereiten. Natürlich wusste ich schon, was mich, oder besser gesagt den Teig, erwartet. Und das Ergebnis? Perfekte Palatschinken vom ersten bis zum letzten Exemplar. Es braucht niemand Angst davor zu haben. Mit ein bisschen Übung ist das Mysterium Palatschinke ein reiner Aberglaube. Während des Frühstücks gingen mir so einige Theorien durch den Kopf. So habe ich folgende Thesen aufgestellt, die den unglücklichen Hobbyköchen/innen eine alternative Erklärung bieten:

  1. Es existiert womöglich eine Art „Palatschinken-Geist“. Dieser ist erfüllt voll Schabernack und Unsinn. Er liebt es einfach, passionierte Köche/innen vor unlösbare Rätsel zu stellen. Eine Möglichkeit, seinem Wirken Einhalt zu gebieten scheint nicht existent.
  2. Die Pfanne muss jedes Mal von der tollen Leckerei überzeugt werden. Bei der ersten Palatschinke noch etwas unmotiviert, kommt sie frühestens bei Zweiter in Fahrt.
  3. Der Palatschinken-Gott behält das erste Exemplar als Opfer für sich ein.
  4. Die erste Palatschinke ist gar nicht misslungen. Sie dient nur dazu, dem Koch/der Köchin für die Zeit der Zubereitung vom Teig als sofortiger Energiespender zur Seite zu stehen, während die Gäste noch warten müssen.
  5. Das eigene Handgelenk ist anfangs noch eingerostet. Diese negative Schwingung überträgt sich auf den Teig. Nachteil dieser Theorie: Die Schuld wäre bei einem selbst zu suchen.
  6. Die Franzosen würden sagen: „Der erste ist für die Hunde.“ Da ich aber keinen Hund habe, scheint diese Theorie recht unglaubwürdig.
  7. Die erste Palatschinke gelingt nur am „Palatschinkentag“. Hmmmm, wann ist der eigentlich???

Wie geht es dir?

lonely-roadIch war diese Woche wieder in meinem Lieblingscafé zum Frühstück. Besonders die entspannte Atmosphäre und unterschiedlichen Gesprächspartner haben es mir angetan. So kann dort über tiefsinnige Themen philosophiert oder einfach nur Hirnakrobatik praktiziert werden. Ich genieße es, mich mit Menschen über interessante Dinge auszutauschen. Umso mehr habe ich mittlerweile eine Aversion gegen die banale Frage „Wie geht es dir?“ entwickelt. Sofern sie aufrichtig gestellt wird, habe ich nichts dagegen und bin gerne bereit, mich mitzuteilen. Jedoch stelle ich immer wieder fest, vor allem wenn man alte Bekannte trifft, das es einfach nur eine oberflächliche Floskel ist. Das Gegenüber ist gar nicht interessiert daran, über das Wohlbefinden des Anderen informiert zu werden. In unserer Gesellschaft hat sich die Fragestellung einfach als Höflichkeitsbezeugung etabliert. Mittlerweile bin ich aber in einer Phase, in der ich auf überspitze Höflichkeiten gerne verzichte. Da ist es mir viel lieber, jemand sagt gar nichts, als eine leere Floskel zu leiern. Dennoch gibt es mitunter auch Menschen, die die Frage tatsächlich ernst meinen bzw. nachfragen, ob man es denn wirklich wissen möchte. So erging es mir diese Woche. Beim Kaffee bin ich auf eine flüchtige Bekannte gestoßen. Auf die Frage nach ihrem Wohlbefinden wollte sie wissen, ob ich es ernst meine. Selbstverständlich. Labbriges Blabla steht nicht unbedingt auf meiner Top-10-Liste. Entstanden ist ein wunderbares Gespräch über Gott und die Welt. Und die Erkenntnis, dass es viele tolle Persönlichkeiten in unserem Alltag gibt, von denen wir manchmal gar nichts wissen.

Wie viel Kaffee trinkst du eigentlich?

Bin ich ein Junkie? Nein, ich liebe einfach guten Kaffee. Für mich ist das koffeinhaltige Heißgetränk ein pures Genussmittel, mit dem Plus an gesundheitlichen Vorteilen. Ok, first things first. Wenn ich Kaffee trinke, dann möchte ich ihn auch genießen. Literweise fahle Filterbrühe in mich hineinzugießen ist ein absolutes No-Go. Schon die Zubereitung geht mit einem entsprechenden Entspannungsmoment einher. Im Café meiner Wahl beobachte ich zudem jeden Handgriff des Baristas, damit ja was Ordentliches in der vorgewärmten Espressotasse landet. Wie eingangs bereits erwähnt, war ich diese Woche in meinem Lieblingscafé. Kristina hat mich dezent gefragt, wie viele Kaffees ich denn so über den Tag verteilt zu mir nehmen. Also es ist gänzlich unterschiedlich, aber meistens sind es so zwischen 1-2 Mokka sowie 1-2 Espressi (beides zusammen entspricht ca. 150mg Koffein oder 1 bis 2 Tassen Filterkaffee). Damit liege ich laut einer Studie des Schwedischen Gesundheitsministeriums eigentlich im Optimalbereich. Neben dem Geschmackserlebnis komme ich zusätzlich in den Genuss von folgenden Gesundheitsvorteilen (wenn man den Forschungsergebnissen aus Schweden glauben schenkt):

  • 1 Tasse Kaffee enthält mehr Anti-Oxidantien als 1 Glas Grapefruitsaft.fruehstueckskaffee
  • Koffein erhöht die Konzentrationsfähigkeit, besonders beim Verarbeiten von Argumenten.
  • Kaffee erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit um bis zu 3%.
  • Sent Diabetes Typ II Risiko um 30%.
  • Schützt Leber und Herz.
  • Reduziert das Risiko vor Alzheimer (als Jungspund ist mir das aber noch ziemlich egal).
  • Senkt das Krebsrisiko.

Küchenmusik

Geht es euch manchmal auch so? Ihr steht am Herd und der Song aus dem Lautsprecher fährt euch in Mark und Bein. Für mich eindeutig ein besonders schönes Gefühl. Ich möchte nur mehr Tanzen, Durchdrehen und die ganze Welt umarmen. Also den Verstärker aufdrehen, Lieblingstitel rein und richtig crazy sein. Das Leben ist definitiv zu schön, um sich in gesittetem Trott zu verstecken.

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