Grillgut veredeln – Diese Möglichkeiten gibt es

Grillgut veredeln
Grillgut veredeln ermöglicht gänzlich neue Geschmackserlebnisse. Es gibt unzählige Varianten, die du unbedingt mal ausprobieren solltest. Profis schwören schon lange auf Rubs, Sous Vide oder Räuchern. Dass es sich lohnt, den gewöhnlichen Pfefferstreuer durch vielfältige Methoden zu ersetzen, beweise ich dir in diesem Artikel. Übrigens, hast du schon mal von Lachanophobie gehört?

Grillgut veredeln – mehr Geschmack am Teller

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen ausschließlich mit Salz und Pfeffer gewürzt wird. Richtige Aficionados rücken dem Grillgut mit einer großen Vielfalt an Gewürzkombinationen, Marinaden sowie alternativen Zubereitungsarten zu Leibe. Spätestens am Teller zeigen sich die Aromen und begeistern die Gaumen der Gäste sowie Gastgeber. Was zuvor eher langweilig oder geschmacklich etwas abgedroschen war, erhält mit ein paar einfachen Handgriffen ein rundes Geschmacksprofil. Fleisch präsentiert sich in neuer Form, Gemüse wird zum Dauerbrenner und pflanzliche Alternativen sind das Non-Plus-Ultra. Damit du Abwechslung auf deinen Grill bekommst, habe ich die aktuellen Trends für dich zusammengefasst. Zusätzlich zeige ich dir ein paar meiner persönlichen Lieblingsprodukte, welche sich hervorragen eignen.

Rubbing, Sous Vide, Räuchern – dein Grill kann mehr als 08/15

grillen-spiesseGrillen ist für viele Menschen bereits zur wahren Passion geworden. Längst ist der schnöde Einmalgrill verschwunden. An seinem Platz thront nun ein Koloss aus Edelstahl, mancherorts sogar eine eigene Outdoor-Küche. Herr und Frau Österreicher greifen aber nach wie vor am liebsten zum klassischen Kugelgrill. Bei Holzkohle oder Gas scheiden jedoch die Geister. Aber auch bei der Zubereitung hat sich einiges getan. Salz und Pfeffer sind immer wichtige Ingredienzien. Doch erfahrene Aficionados verstehen es als wahre Kunst, das Grillgut vor dem Brutzeln zu veredeln. Einiges davon bedarf nur weniger Handgriffe, um aus dem gewöhnlichen 08/15 Steak einen wahren Gaumenschmaus zu machen. Welche Möglichkeiten es gibt, zeige ich euch hier.

Lachanophobie – Fürchte dich nicht!

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die an Lachanophobie leiden. Aber sei dir sicher: es gibt keinen Grund dazu, sich vor Gemüse zu fürchten. Schließlich lässt sich nicht nur fleischliches Grillgut veredeln, sondern ebenso das Pflanzliche. Durch die entsprechende Behandlung mit Gewürzen und Marinaden treten die Grillaromen noch deutlicher hervor. Damit mausert sich das Gemüse von der klassischen Beilage schnell zum Hauptakteur am Rost. Zudem ist die Auswahl auf den heimischen Märkten, in den Supermarktregalen und im eigenen Garten unendlich. Es müssen schließlich nicht immer Paprika und Zucchini sein. Hervorragend am Grill machen sich auch Fenchel, Chicorée, Artischocken, Yacón, Okra oder Rüben.

Rubs – Verpass dem Grillgut eine Knetkur

SteakRubs sind Trockenmarinade. Das Grillgut wird mit der gewählten Gewürzmischung „einmassiert“. Gründlich in Frischhaltefolie verpackt und für ein paar Stunden im Kühlschrank durchgezogen geht es anschließend damit an den Grill. Der große Vorteil dieser trockenen Würzmethode: es kann kein flüssiges Fett aus der Marinade auf die heißen Kohlen tropfen. Zudem enthalten alle Rubs meist grobes Meersalz und Rohrohrzucker. Letzterer karamellisiert beim Grillen und bildet eine besonders leckere wie knusprige Außenseite. Wichtig beim Rubben von Fleisch ist jedoch, dass überschüssige Rubs auf gar keinen Fall aufbewahrt werden dürfen, wenn sie bereits mit dem Grillgut in Kontakt waren. Zu groß ist die Gefahr einer Keimbildung.

Sous Vide – die sanfte Garmethode

Sous VideDas Vakuumgaren, international als Sous Vide bekannt, wurde bereits in den 70ern in Frankreich erfunden. Bei dieser Methode wird das Grillgut für längere Zeit unter 100°C gegart. Die Speisen werden mit unterschiedlichen Gewürzen verfeinert und anschließend mit einem speziellen Vakuumiergerät in einem Kunststoffbeutel versiegelt. Der große Vorteil liegt darin, dass weder Aromen noch Geschmacksstoffe vor dem Verzehr entweichen können. Zusätzlich verstärkt sich die Wirkung der beigefügten Gewürze wie Kräuter. Da diese Zubereitungsmethode allerdings keine Kruste bildet, wird das Gargut meist vor dem Servieren kurz und scharf auf offener Flamme angebraten.

Ich selbst greife beim Sous Vide gerne auf Gewürzmischungen zurück. Entweder fertig gekauft oder selbst komponiert.

Magic Dust – Die Marinade mit dem Raucharoma

Magic DustDer Magic Dust ist eine spezielle Form vom Rub. Die tiefrote Gewürzmischung ist unter Grillfreunden eine absolute Legende. Neben verschiedenen Gewürzen sowie Rohrohrzucker und Meersalz kommt eine „Geheimzutat“ zum Einsatz: äußerst fein gemahlenes Paprikapulver. Dieses Gewürzkonglomerat bildet beim indirekten Grillen das authentische Grillaroma und sorgt zudem für eine herzhafte Kruste. Der Magic Dust eignet sich besonders für Rippchen, Brisket oder Pastrami. Aber auch bei allen Gemüsefreunden wird das Raucharoma überzeugen.

Barbecue Butter – mehr Pfiff am Grillrost

BBQ ButterSchluss mit der langweiligen Butter am Tisch. Auch hier gibt es die verschiedensten Gewürzkombinationen, um den beliebten Speisenbegleiter etwas aufzupeppen. Egal ob mit Knoblauch, Chili oder anderen Kräutern: mit ein bisschen Zeit bei der Vorbereitung kommt bunte Abwechslung neben den Grill. Hierzu wird zimmerwarme Butte zunächst mit dem Mixer schaumig geschlagen. In einem kleinen Topf werden die Gewürzmischungen mit etwas Wasser erhitzt, damit sich die Aromen vollständig entfalten können. Die abgekühlte Mischung wird anschließend gründlich unter die Butter gerührt. Zum Schluss die fertige Barbecue Butter in kleine Förmchen füllen und im Kühlschrank am besten über Nacht fest werden lassen. Und fertig ist der Zauber. Ich selbst stell hier meist gleich immer einen kleinen Vorrat her und friere einen Teil ein. Das tut der Qualität keinen Abbruch. Nur sollte man nicht darauf vergessen, die Butter schon am Vorabend aus dem Gefrierfach zu nehmen.

BBQ Holz – Aroma unter dem Grill

© Grillgold

Mit ausreichend Holz vor der Hütte lassen sich fantastische Aromen erzeugen. Die Rede ist vom Plank Grilling sowie Räuchern. Alles was man dazu benötigt sind ein Griller und das entsprechende Material aus dem Wald. Entscheidend für den Geschmack ist die Wahl der richtigen Holzsorte. Die Qualität vom Holz selbst sollte hierbei nicht ausser acht gelassen werden. Da es direkten Kontakt mit dem Grillgut hat, muss es sauber und hochwertig sein. Die zwei bekanntesten Methoden stelle ich euch hier kurz vor:

  • Beim Plank Grilling wird das Grillgut direkt auf eine Holzplatte gelegt und unter dem geschlossenen Grill zubereitet. Dazu wird das Brett zuvor in Wasser eingelegt, anschließend mit etwas Öl bestrichen. Unter dem geschlossenen Grill darf es danach so lange garen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Besonders toll am Plank Grilling: Wenn mal kein Griller zur Hand ist, eignet sich der heimische Backofen.
  • Für das Räuchern sind ebenso die unterschiedlichsten Hölzer verfügbar. Sogenannte Wood Chips werden in Wasser eingeweicht und anschließend direkt auf die heißen Grillkohlen gelegt. Der dabei entstehende Rauch verleiht dem Grillgut ein besonderes Aroma und sorgt für den finalen Kick am Gaumen.

Die Gewürzmischung machts

Hochwertiges Grillgut ist bereits selbstverständlich. Bei den passenden Gewürzen ist es jedoch für Konsumenten oftmals schwer, die Qualität zu beurteilen. Beim Paprika habe ich dies schon ausführlich in einem anderen Beitrag erklärt. Ich selbst war schon intensiv in Supermärkten und auf Online-Shops unterwegs, um mir einen Überblick über die verschiedenen Güteklassen zu verschaffen. Schlussendlich bin ich fast immer bei Spiceworld gelandet. Das Salzburger Unternehmen hat mich besonders durch die Qualität der Mischungen sowie Zutaten überzeugt. Deshalb greife ich selbst immer wieder gerne auf deren Sortiment zurück. Für diesen Beitrag habe ich mir eine Auswahl geordert und für euch meine vier Favoriten ausfindig gemacht:

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